Biogasanlage Bauer: Zwei Doppelmembrangasspeicher für sichere Biogasspeicherung

    Zwei Behälter, zwei individuell ausgelegte Doppelmembrangasspeicher und insgesamt 1.290 m³ Speichervolumen: Für die Biogasanlage Bauer in Niederbayern realisierte CenoTec eine auf Fermenter und Nachgärer abgestimmte Gasspeicherlösung mit Gurt-Netz-Unterkonstruktion, Querspülung und integrierter Füllstandsüberwachung.

    Das Projekt im Überblick

    Moderne Landwirtschaft trifft zuverlässige Gasspeichertechnik

    Im niederbayerischen Hohenwart bei Tittling bewirtschaftet Familie Bauer einen modernen Milchviehbetrieb, auf dem Digitalisierung, Landwirtschaft und Energieerzeugung eng zusammenspielen. Neben dem Stall für rund 70 Milchkühe gehört auch eine Biogasanlage zum Betrieb. Dass hier Praxis und Innovation zusammenkommen, zeigt unter anderem die langjährige Beteiligung des Betriebs am Experimentierfeld DigiMilch der Bayerischen Landesanstalt für Landwirtschaft. Für die Speicherung des erzeugten Biogases kommen zwei CenoTec Doppelmembrangasspeicher zum Einsatz – einer auf dem Fermenter und einer auf dem Nachgärer. Beide Speicher wurden gezielt an die vorhandenen Behälter und die Anforderungen der Anlage angepasst.

    Zwei Speicher – individuell auf Fermenter und Nachgärer abgestimmt

    Beide Doppelmembrangasspeicher sind als 50-%-Kugel mit einem Durchmesser von 14 Metern ausgeführt. Die Außenmembranen erreichen eine Höhe von rund 7,10 Metern und sind auf jeweils 6 Meter hohen Behältern montiert. Auf dem Nachgärer steht ein Gasspeichervolumen von 620 m³ zur Verfügung. Beim Fermenter wurde die Konstruktion um eine rund 80 Zentimeter hohe Überhöhung ergänzt. Dieser gerade Übergang zwischen Behälterwand und Gasspeichermembran schafft zusätzlichen nutzbaren Raum und erhöht das Speichervolumen auf 670 m³. Eine integrierte Füllstandsüberwachung mittels Gas-H-Meter ermöglicht zudem die kontinuierliche Kontrolle des Speicherzustands.

    Schutz, Stabilität und Betriebssicherheit

    Unterhalb der Speichermembranen kommt bei beiden Behältern eine Gurt-Netz-Unterkonstruktion zum Einsatz. Sie schützt die Innenmembran vor einem zu starken Absinken und damit vor direktem Substratkontakt. Gleichzeitig schafft sie die Voraussetzungen für die biologische Entschwefelung. Für die notwendige Stabilität der Außenmembran sorgt ein separates Zu- und Abluftsystem. Es hält die Stützluft zwischen Innen- und Außenmembran unabhängig vom jeweiligen Gasfüllstand aufrecht. Die gezielte Querspülung des Zwischenraums trägt zu stabilen Druckverhältnissen und damit wesentlich zur Formstabilität und Betriebssicherheit des Gasspeichers bei.

    FAQ`s

    Ein Doppelmembrangasspeicher besteht aus einer gasdichten Innenmembran und einer formgebenden Außenmembran. Die Innenmembran nimmt das erzeugte Biogas auf, während ein separates Zu- und Abluftsystem die notwendige Stützluft zwischen beiden Membranen aufrechterhält und so für Formstabilität und einen sicheren Betrieb sorgt. Unabhängig von der tatsächlichen Gasbefüllung und äußeren Wettereinflüssen (Wind- und Schneelast).

    Die Gurt-Netz-Unterkonstruktion verhindert ein Absinken der Innenmembran bei niedriger Gasbefüllung und schützt sie dadurch vor direktem Kontakt mit dem Substrat. Gleichzeitig schafft sie wichtige Voraussetzungen für die biologische Entschwefelung.

    Ein separates Zu- und Abluftsystem hält die Stützluft zwischen Innen- und Außenmembran unabhängig vom Gasfüllstand aufrecht und sorgt für eine gleichmäßige Querspülung. Zusätzlich überwacht ein integriertes Gas-H-Meter kontinuierlich den Füllstand der Speicher. Eine Über-Unterdrucksicherung verhindert zudem kritische Druckzustände.